Grundrecht statt Wehrpflicht!

Dein Recht auf Kriegsdienstverweigerung ist im Grundgesetz verankert. Wir helfen dir, es wahrzunehmen.

Diese kostenlose App führt dich Schritt für Schritt zu deiner Kriegsdienstverweigerung. Verständlich und anonym. Sie ersetzt keine rechtliche Beratung.

Ein Service des BSW · Informationen für Eltern · Stand: März 2026
#IchTöteNicht

Wenn das auch deine Überzeugung ist, bist du hier richtig. Dein Recht, den Kriegsdienst aus Gewissensgründen zu verweigern, ist ein starkes Zeichen für den Frieden. Wir helfen dir, dieses Recht wahrzunehmen.

Schnell-Check: Was gilt für dich?

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In welchem Jahr bist du geboren?

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Welches Geschlecht hast du?

Wurdest du bereits gemustert?

Die Musterung prüft deine Tauglichkeit

Handlungsbedarf: Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen:

Wehrpflicht besteht. Auch wenn sie ausgesetzt ist, kann sie jederzeit schnell wieder aktiviert werden. Ab 1.7.2027 ist die Musterung wieder Pflicht, der Wehrdienst evtl. nicht. Wenn sich allerdings nicht genug Freiwillige zum Wehrdienst melden, was sehr wahrscheinlich ist, oder der Spannungsfall bzw. Kriegszustand ausgerufen wurde, wird es wieder zu einem aktivierten Wehrdienst kommen.

Deine Situation:

Du bist tauglich gemustert und könntest zum Wehrdienst eingezogen werden oder bist noch nicht gemustert. Ein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung ist in beiden Fällen der wichtigste Schritt für dich.

Dein Fahrplan:

  1. 1
    Gewissensfindung

    Reflektiere deine Werte und Überzeugungen

  2. 2
    Begründung schreiben

    Persönlich und authentisch, keine Mustertexte kopieren

  3. 2a
    Unabhängige Beratungsstelle kontaktieren

    Lass deine Begründung von erfahrenen Beratern überprüfen. Es gibt unabhängige Organisationen, die auf Kriegsdienstverweigerung spezialisiert sind – z.B. DFG-VK, EAK oder IDK.

  4. 3
    Antrag einreichen

    Per Einwurfeinschreiben an das BAPersBw

Aktuell kein Handlungsbedarf

Deine Situation:

Du wurdest als untauglich eingestuft und kannst derzeit nicht zum Wehrdienst herangezogen werden. Allerdings: Die Wehrpflicht ruht nur, solange die Untauglichkeit besteht.

Gut zu wissen:

  • Eine erneute Musterung kann angeordnet werden
  • Du kannst trotzdem einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen (aus Überzeugung)
  • Im Spannungsfall könnten die Tauglichkeitskriterien gelockert werden
Mehr erfahren

Sonderregelung für deinen Jahrgang

Deine Situation:

Jahrgänge 1992-2007 („weiße Jahrgänge") werden von der Bundeswehr im ersten Schritt nicht erfasst. Das kann aber jederzeit kurzfristig erfolgen.

Gut zu wissen:

  • Im Spannungs-/Verteidigungsfall gilt die Wehrpflicht für alle Männer bis 60
  • Du solltest jetzt schon unbedingt einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen
  • Für Reservisten (ehemalige Soldaten) und aktive Soldaten gelten andere Regeln.

Keine Wehrpflicht für dich

Deine Situation:

Als Frau oder Person mit diversem Geschlechtseintrag bist du nicht wehrpflichtig. Der Fragebogen der Bundeswehr ist für dich freiwillig.

Gut zu wissen:

  • Im Spannungs- und Verteidigungsfall können Frauen zu zivilen Sanitätsdiensten herangezogen werden
  • Du kannst diese Seite gerne mit Freunden teilen, die betroffen sind
Trotzdem informieren

Gute Chancen für deinen Antrag

Die Anerkennungsquote bei Anträgen für Kriegsdienstverweigerung ist sehr hoch. Sie lag 2023 bei 87%, sank aber 2024 auf 81%. Um Erfolg zu haben, wird eine gute Vorbereitung immer wichtiger. Sollte der Antrag abgelehnt werden, hat man die Möglichkeit zu einer Klage vor dem Verwaltungsgericht - mit guten Chancen auf Erfolg!

Warum sinkt die Quote?
Mehr Anträge (2024: +45% gegenüber Vorjahr) führen zu einer strengeren Prüfung durch das Amt (BAFzA). Kopierte Mustertexte und oberflächliche Begründungen werden häufiger abgelehnt. Authentische, gut durchdachte Anträge haben weiterhin sehr gute Chancen. Dabei hilft dir diese App.

Eine sorgfältige Vorbereitung und ehrliche Reflexion deiner Gewissensentscheidung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Quelle: Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage im Bundestag, Oktober 2024

Info zum Fragebogen

Das Amt schickt Dir einen Fragebogen zu. Wenn Du den Kriegsdienst verweigern willst, solltest Du bei den Antworten ein paar Punkte beachten.

Dieser Kompass ersetzt keine Rechtsberatung. Für eine verbindliche Beratung empfehlen wir, Kontakt zu den hier verlinkten, spezialisierten Organisationen aufzunehmen.

Ehrliche Überzeugung zeigen

Deine Antworten sollten deine ehrliche Überzeugung widerspiegeln. Wenn du aus Gewissensgründen den Dienst an der Waffe ablehnst, sollte dies auch aus deinen Antworten klar hervorgehen – besonders bei der Frage zur „Bewertung Interesse am Dienst als Soldatin oder Soldat".

Keine Widersprüche

Beantworte alle Fragen ehrlich und im Einklang mit deiner Überzeugung. Unterschiedliche Antworten im Fragebogen und deiner späteren Begründung zur Kriegsdienstverweigerung könnten deine Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.

Warum ist der Fragebogen so wichtig?

Deine Antworten im Fragebogen sollten deine innere Überzeugung authentisch widerspiegeln. Wenn du aus tiefstem Gewissen den Dienst an der Waffe ablehnst, sollte dies auch aus deinen Antworten hervorgehen. Widersprüche zwischen Fragebogen und späterer Begründung können deine Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.

Dein Gewissen im Mittelpunkt

Eine Gewissensentscheidung ist keine spontane Laune. Sie reift über Zeit. Diese App soll dir helfen, diese innere Klarheit zu finden und auszudrücken. Zeige im gesamten Prozess, dass du dich ernsthaft mit der Frage von Krieg und Frieden auseinandergesetzt hast und deine Entscheidung, den Kriegsdienst zu verweigern, das Ergebnis dieser tiefen Reflexion ist.

Wichtig: Fragebogen trotzdem ausfüllen!

Das Nicht-Ausfüllen ist eine Ordnungswidrigkeit die bestraft werden kann. Der Fragebogen muss fristgerecht eingereicht werden – aber im Einklang mit deiner Gewissensentscheidung ausgefüllt.

Und es kann noch härter kommen: Bei wiederholter Weigerung können Zwangsgelder verhängt werden. Bei versäumter Musterung kann sogar die Polizei zur Vorführung eingeschaltet werden.

Deshalb: Fülle den Fragebogen aus – aber mit den richtigen Antworten, die deine spätere Kriegsdienstverweigerung nicht gefährden.

Trotzdem gibt es Organisationen die zum Boykott des Fragebogens auffordern.

Warum gibt es Kriegsdienstverweigerung?

Die Wehrpflicht ist ein staatlicher Zwang, der Menschen verpflichtet, Militärdienst zu leisten – notfalls durch das Töten anderer Menschen. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben erkannt: Niemand darf gegen sein Gewissen zu solchem Handeln gezwungen werden.

Kriegsdienstverweigerung ist kein „Drückebergerei" und kein „Ausweg" – sie ist ein fundamentales Menschenrecht, das die Würde des Einzelnen schützt. Wer aus Gewissensgründen keine Waffe gegen Menschen richten will, verdient Respekt, nicht Verdächtigung – und schützt damit auch das Recht jedes Einzelnen auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Die wichtigste Frage: Jetzt Kriegsdienstverweigerung stellen oder abwarten?

Die Empfehlung seit dem 1. Januar 2026 lautet:
Jetzt sofort verweigern! Der Spannungsfall kann sehr kurzfristig ausgerufen werden. Dann fällt für viele, deren Antrag noch nicht stattgegeben wurde, die aufschiebende Wirkung des Kriegsdienstverweigerungsantrages weg.

Wir empfehlen, deine Begründung von erfahrenen Beratern prüfen zu lassen. Unabhängige Organisationen wie z.B. DFG-VK, EAK oder IDK sind auf Kriegsdienstverweigerung spezialisiert und beraten kostenlos.

Der neue Wehrdienst ab 2026

Ab 2026 müssen alle Männer ab Jahrgang 2008 einen Online-Fragebogen ausfüllen. Spätestens ab 1. Juli 2027 wird jeder gemustert. Der Dienst bleibt vorerst freiwillig – kann aber durch ein weiteres Gesetz schnell verpflichtend werden.

Was ist neu?

  • Erfassungspflicht: Alle 18-Jährigen Männer müssen den Fragebogen ausfüllen
  • Musterung: Spätestens ab 1. Juli 2027 wird jeder gemustert
  • Freiwilligkeit: Der Wehrdienst selbst bleibt zunächst freiwillig, das kann sich aber jederzeit ändern!
  • Reserve: Ziel ist der Aufbau einer größeren Reserve, um u. a. die Gefallenen an der Front schnell wieder nachbesetzen zu können.

Dein Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung

Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes garantiert: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden." Dieses Recht ist stark geschützt.

Wer kann verweigern?

  • Alle wehrpflichtigen Männer (auch vor der Musterung)
  • Aktive Soldatinnen und Soldaten
  • Reservistinnen und Reservisten

Was bedeutet "Gewissensentscheidung"?

Eine echte Gewissensentscheidung ist eine sittliche Entscheidung, die das Töten im Krieg als absolutes Unrecht empfindet. Sie bindet die Persönlichkeit so tief, dass ein Handeln dagegen schwere seelische Not auslösen würde.

Wichtig: Politische Argumente allein ("Ich lehne die NATO ab") reichen nicht aus!

Das Gewissen verstehen

Dein Gewissen ist dein innerer Kompass. Es entwickelt sich durch Erziehung, Erfahrungen und Werte. Eine Gewissensentscheidung ist keine spontane Meinung, sondern das Ergebnis tiefer Reflexion. Dass der Staat eine bestimmte Form von Gewissen zur Voraussetzung für eine erfolgreiche Verweigerung macht, ist allerdings anmaßend.

Fragen zur Selbstreflexion:

  • Welche Werte haben deine Eltern dir vermittelt?
  • Gab es Schlüsselerlebnisse, die deine Haltung zu Gewalt geprägt haben?
  • Warum lehnst du jede Armee ab, nicht nur die Bundeswehr?

Quellen des Gewissens:

Auseinandersetzung mit Geschichte und Krieg, humanistische Werte, religiöse Überzeugungen oder persönliche Erfahrungen mit Gewalt können alle zur Gewissensbildung beitragen.

Der Antragsprozess

Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung besteht aus einem Anschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf und einer ausführlichen Begründung. Er wird an folgende Adresse geschickt: Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw), Militärringstraße 1000, 50737 Köln. Aktive Soldaten und Reservisten senden ihren Antrag an das Karrierecenter der Bundeswehr.

Die drei Dokumente:

  1. Anschreiben: Formeller Antrag mit Berufung auf Art. 4 Abs. 3 GG
  2. Lebenslauf: Tabellarisch, unterschrieben
  3. Begründung: Mehrere Seiten, persönlich verfasst, nachvollziehbare Gewissensentwicklung

Der Weg des Antrags:

Du schickst deinen Antrag an das "Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr". Dann entscheidet ein anderes Amt über deinen Antrag, und zwar das "Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben". Dann bekommst du den Bescheid zugeschickt, in dem steht, wie es weitergeht. Sollten Zweifel an deinem Antrag geben, kann es zu einer schriftlichen oder auch mündlichen Anhörung (Befragung) kommen. Sollte dein Antrag abgelehnt werden, kannst du dich mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht dagegen wehren.

Wir empfehlen, dich zusätzlich von unabhängigen Beratungsorganisationen unterstützen zu lassen – z.B. DFG-VK, EAK oder IDK.

Dein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung

Wir führen dich Schritt für Schritt durch den Prozess, von der Reflexion bis zu einem ersten Entwurf des Antrages.

WICHTIG: Dein Antrag, deine Worte!

Diese App ist ein Werkzeug, deine Argumente für den Antrag zu sammeln und zu sortieren. Sie soll dir helfen, deine Gedanken zu strukturieren und keinen wichtigen Aspekt zu vergessen. Wichtig: Die App ist kein Textgenerator.

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) legt großen Wert auf eine persönliche und individuelle Begründung. Vorgefertigte Texte oder standardisierte Argumente führen sehr wahrscheinlich zur Ablehnung deines Antrags!

Nutze die hier gestellten Fragen als Anregung. Die Antworten und die finale Formulierung müssen zu 100% von dir kommen. Schreibe deine Geschichte, deine Gedanken und deine Gefühle in deinen eigenen Worten.

Wir empfehlen, dich zusätzlich von unabhängigen Beratungsorganisationen unterstützen zu lassen – z.B. DFG-VK, EAK oder IDK.

Navigation: Klicke auf die Buttons (1–4) oben oder nutze Vorwärts/Zurück am Ende jedes Schritts.
Speichern: Dein Fortschritt wird automatisch lokal gespeichert. Wir empfehlen, die Begründung auf einem Laptop zu schreiben.
Dein Fortschritt 0%
Reflexion Daten 1. Entwurf deiner Begründung Dokumente
1
Reflexion
2
Persönliche Daten
3
1. Entwurf deiner Begründung
4
Dokumente

Gewissensreflexion

Diese Fragen helfen dir, deine Gedanken zu ordnen und deine Begründung vorzubereiten. Nimm dir Zeit – es gibt keine falschen Antworten.

Wichtig: Keine KI-generierten Texte verwenden!

Das BAFzA erkennt und lehnt KI-generierte Begründungen ab. Die Antworten und die finale Formulierung müssen zu 100% von dir kommen. Schreibe deine Geschichte, deine Gedanken und deine Gefühle in deinen eigenen Worten.

Diese App hilft dir, deine Gedanken zu strukturieren – sie schreibt nicht für dich.

1

Kindheit und Erziehung

Welche Werte wurden dir in deiner Kindheit vermittelt? Wie haben deine Eltern/Familie über Konflikte, Streit und Gewalt gesprochen?

Denk an:
  • Religiöse oder ethische Erziehung
  • Wie Konflikte in deiner Familie gelöst wurden
  • Was dir beigebracht wurde über "Recht haben" und "Unrecht tun"
  • Haben deine Eltern über die damaligen Kriege diskutiert?
2

Prägende Erlebnisse

Gab es Schlüsselmomente oder Erlebnisse, die deine Haltung zu Gewalt und Krieg geprägt haben?

Zum Beispiel:
  • Persönliche Erfahrungen mit Gewalt oder Konflikten
  • Geschichten von Großeltern und anderen nahen Verwandten über Krieg oder Flucht
  • Bücher, Filme, Dokumentationen die dich bewegt haben
  • Gespräche mit Geflüchteten aus Kriegs- oder Bürgerkriegsländern
3

Religiöse/Weltanschauliche Grundlagen

Spielen religiöse Überzeugungen oder eine bestimmte Weltanschauung eine Rolle bei deiner Ablehnung von Gewalt?

Mögliche Aspekte:
  • Christliche Werte: "Du sollst nicht töten", Feindesliebe
  • Religiöse Überzeugungen aus Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus, humanistische Werte, persönliche Erfahrungen mit Gewalt, Auseinandersetzung mit Geschichte und Krieg.
  • Humanistische Überzeugungen: Würde des Menschen
  • Pazifistische Traditionen
  • Philosophische Auseinandersetzung mit Ethik
4

Auseinandersetzung mit Krieg

Wie hast du dich mit dem Thema Krieg und Militär auseinandergesetzt? Was hast du dabei gelernt?

Denk an:
  • Schulunterricht (Geschichte, Politik, Ethik)
  • Eigene Recherchen, Bücher, Podcasts, Videos und Soziale Medien
  • Gespräche mit Zeitzeugen, Veteranen und mit Menschen, die vor Krieg geflüchtet sind.
  • Gedenkstättenbesuche
5

Gewissenskonflikt

Was würde passieren, wenn du trotz deiner Überzeugung zum Kriegsdienst gezwungen würdest? Wie würdest du dich fühlen?

Wichtig für die Begründung:
  • Innerer Konflikt beschreiben
  • Seelische Belastung darstellen
  • Warum du NICHT gegen dein Gewissen handeln könntest
6

Konsequenzen im Alltag

Wie zeigt sich deine Haltung in deinem alltäglichen Leben? Engagierst du dich für den Frieden und die Gesellschaft?

Beispiele:
  • Ehrenamtliches Engagement (Friedensarbeit, Flüchtlingshilfe)
  • Mitgliedschaft in Organisationen
  • Wie du Konflikte in deinem Umfeld löst
  • Berufswunsch im sozialen/helfenden Bereich
  • Ehrenamtliches Engagement, u.a. Jugendarbeit

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Persönliche Daten

Diese Informationen werden für das Anschreiben und den Lebenslauf benötigt. Alle Daten bleiben auf deinem Gerät.

Persönliche Angaben

Adresse

Kontakt

Tabellarischer Lebenslauf

Füge die wichtigsten Stationen deines Lebens hinzu. Diese werden für den Lebenslauf verwendet.

Angaben zur Wehrerfassung

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Deine Begründung

Verfasse hier deine persönliche Begründung. Die Reflexionsfragen von vorhin helfen dir dabei. Nutze deine eigenen Worte! Verwende keine Textbausteine aus dem Internet oder Texte, die mit künstlicher Intelligenz erstellt wurden! Wir empfehlen, dich zusätzlich von unabhängigen Beratungsorganisationen unterstützen zu lassen – z.B. DFG-VK, EAK oder IDK.

0 Wörter | ca. 0 Seiten Empfohlen: mind. 3.000 Zeichen (~1,5 DIN-A4-Seiten). Ausführliche Begründungen haben bessere Chancen!

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Deine Dokumente

Hier kannst du die erforderlichen Dokumente im Textverarbeitungsformat (.doc/.odf) herunterladen. Bearbeite sie in deinem Textprogramm, drucke sie aus, unterschreibe sie und schicke sie ab. Keine PDF-Dateien erstellen – verwende ein Textverarbeitungsformat, damit du die Dokumente noch bearbeiten kannst.

Anschreiben

Anschreiben an: Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, Militärringstraße 1000, 50737 Köln. Betreff: Hiermit verweigere ich den Kriegsdienst mit der Waffe nach Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes. Wichtig: Du musst das Schreiben in deinen eigenen Worten verfassen und fertigstellen. Nenne dabei nur die Dinge, die du auch tatsächlich nennen musst.

Tabellarischer Lebenslauf

Chronologische Darstellung deines Werdegangs mit Unterschriftsfeld.

Begründung

Deine persönliche Gewissensbegründung – das Herzstück des Antrags.

Checkout-Checkliste: So versendest du deinen Antrag

Wir empfehlen, vor dem Versand eine Beratung bei unabhängigen Organisationen einzuholen – z.B. DFG-VK, EAK oder IDK.

Empfängeradresse:
Bundesamt für das Personalmanagement
der Bundeswehr

Militärringstraße 1000
50737 Köln

NICHT an das BAFzA senden – das BAPersBw ist die richtige Adresse!

BAPersBw vs. BAFzA – Was ist der Unterschied?
  • BAPersBw (Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr): Nimmt deinen Antrag entgegen und leitet ihn weiter.
  • BAFzA (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben): Prüft deinen Antrag und trifft die Entscheidung.

→ Senden an: BAPersBw | Entscheidung durch: BAFzA

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Fallstricke vermeiden

Diese häufigen Fehler können deinen Antrag gefährden. Kenne sie, bevor du startest.

1

Politische Argumente statt Gewissen

Falsch:

"Ich lehne die NATO-Politik ab und finde den Ukraine-Krieg ungerecht."

Richtig:

"Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen – unabhängig vom Kontext oder der politischen Situation."

Das BAFzA prüft, ob du jede Gewaltanwendung ablehnst, nicht nur bestimmte Kriege. Situative oder politische Verweigerung wird abgelehnt.

2

Mustertexte kopieren

Falsch:

Ganze Absätze aus dem Internet kopieren oder von Freunden übernehmen.

Richtig:

Deine eigene Geschichte, deine eigenen Worte, deine authentischen Erfahrungen.

Das BAFzA kennt alle gängigen Mustertexte. Erkennbare Kopien führen zu Rückfragen oder Ablehnung. Deine Begründung muss persönlich sein.

3

Fragebogen ignorieren

Falsch:

"Ich stelle einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung, also muss ich den Fragebogen nicht ausfüllen."

Richtig:

Fragebogen fristgerecht ausfüllen UND parallel/danach Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen.

Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung befreit nicht von der Pflicht, den Fragebogen auszufüllen. Nicht-Ausfüllen ist eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld!

4

Widersprüche im Lebenslauf

Problematisch:

Mitgliedschaft im Schützenverein, Interesse an Kriegsspielen oder Kampfsport zur Aggression

Unproblematisch:

Friedliche Kampfsportarten wie Tai Chi, Aikido, Judo zur Selbstverteidigung – diese können sogar die Achtung vor dem menschlichen Leben unterstreichen.

Lebenslauf möglichst knapphalten. Dinge wie Schützenverein erst gar nicht erwähnen. Nicht den beruflichen Lebenslauf verwenden. Zu viel Information für die Bundeswehr.

5

Falsche Adresse / Formfehler

Falsch:

Antrag direkt ans BAFzA schicken oder per normaler Post.

Richtig:

An das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw), Militärringstraße 1000, 50737 Köln per Einwurfeinschreiben schicken.

Anträge an die falsche Adresse gehen verloren oder werden verzögert. Die online abrufbare Sendebestätigung ist dein Beweis für den fristgerechten Eingang.

6

Zu kurze oder oberflächliche Begründung

Falsch:

"Ich bin gegen Krieg und möchte nicht töten." (nur 6 Sätze)

Richtig:

Ausführliche Darstellung deiner Gewissensentwicklung mit konkreten Beispielen (3-5 Seiten).

Eine überzeugende Begründung zeigt deine Entwicklung: Prägungen in der Kindheit, Schlüsselerlebnisse, Auseinandersetzung mit dem Thema, Konsequenzen für dein Leben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Kriegsdienstverweigerung, Musterung, Fristen und den Antragsprozess.

Die Wehrpflicht besteht. Auch wenn sie ausgesetzt ist, kann sie jederzeit schnell wieder aktiviert werden. Dafür müssen Bundestag und Bundesrat nur mit einfacher Mehrheit ein weiteres Gesetz verabschieden. Da die große Mehrheit der Jugendlichen nach allen Umfragen nicht freiwillig zur Bundeswehr will, ist abzusehen, dass diese Aktivierung einer sogenannten Bedarfswehrpflicht schon bald erfolgt.

Wir empfehlen den hier angebotenen Schnell-Check durchzuführen und ggf. einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung jetzt zu stellen.

Ja, man kann den KDV-Antrag auch ohne Musterung jederzeit stellen. Der Staat verlangt dafür ein Mindestalter von 17,5 Jahren. Und das ist der richtige Zeitpunkt, wenn man weiß, dass man nicht zum Töten ausgebildet werden will.

Derzeit und noch maximal bis Ende 2027 verzichtet die Bundeswehr auf die Musterung von Kriegsdienstverweigerern. Das ist aber eine Ausnahme - später will der Staat Verweigerer wieder mustern, bevor er über den Antrag auf KDV entscheidet.

Jetzt verweigern. Der Spannungsfall kann sehr schnell ausgerufen werden. Im Spannungsfall fällt für viele die aufschiebende Wirkung des Antrags weg. Das gilt für alle Anträge, die bis dahin noch nicht bewilligt wurden.

Das Nicht-Ausfüllen ist eine Ordnungswidrigkeit nach § 7 WPflG, die mit einem Bußgeld belegt werden kann. Die richtige Strategie: Fragebogen fristgerecht ausfüllen und Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen.

Nein, das Verfahren ist kostenfrei. Auch die Beratung bei unabhängigen Organisationen wie z.B. DFG-VK, EAK oder IDK ist kostenlos. Nur bei einer Ablehnung und Klage können Anwalts- und Gerichtskosten entstehen.

Bisher 2–6 Monate. Das kann sich aber schnell ändern. Du erhältst einen schriftlichen Bescheid per Post. Während des laufenden Verfahrens besteht Einberufungsschutz.

Alle Fragen und Antworten ansehen →

Nach der Anerkennung: Was bedeutet das für dich?

Deine Gewissensentscheidung ist anerkannt – hier erfährst du, was das praktisch bedeutet.

Befreiung vom Kriegsdienst

Du bist dauerhaft vom Dienst mit der Waffe befreit. Du kannst nicht mehr zum Wehrdienst eingezogen werden.

Möglicher Ersatzdienst

Im Spannungs- oder Verteidigungsfall kann ein ziviler Ersatzdienst verpflichtend werden: Pflege und andere soziale Aufgaben. Aber: Kein Waffendienst.

Registrierung

Deine Anerkennung wird beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) registriert. Die Daten sind vertraulich.

Bleibe weiterhin für Frieden aktiv!

Empfehle die Kriegsdienstverweigerung weiter, überlege dir, ob du nicht selbst auch Berater für Kriegsdienstverweigerung werden willst.

Informationen für Eltern

Sie möchten Ihr Kind bei der Kriegsdienstverweigerung unterstützen? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

Zum Elternbereich

Beratung und Unterstützung

Du musst das nicht alleine durchstehen. Hier findest du kompetente Ansprechpartner.

Unabhängige Beratungsorganisationen

Grundrecht-KDV ersetzt keine individuelle Beratung. Die folgenden Organisationen sind unabhängig, stehen in keiner Verbindung zu diesem Projekt und beraten eigenständig zur Kriegsdienstverweigerung. Wir empfehlen sie aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt weitere Beratungsangebote in Deutschland.

  • DFG-VK – Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
    dfg-vk.de
  • EAK – Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden
    eak-online.de
  • IDK – Internationale der Kriegsdienstgegner*innen
    idk-info.net
  • Netzwerk Friedenskooperative – Informationsportal der deutschen Friedensbewegung
    friedenskooperative.de
  • Deutscher Friedensrat – Handreichung anfordern unter deutscher-friedensrat@web.de

Du bietest selbst KDV-Beratung an? Wenn du als Organisation in diese Empfehlungsliste aufgenommen werden möchtest, schreib uns an kdv@bsw-vg.de.

Fragen zum Grundrecht KDV?

Bei technischen Fragen, Feedback oder Verbesserungsvorschlägen sind wir für dich da.

Hinweis: Wir bieten keine individuelle Rechtsberatung.

kdv@bsw-vg.de